Impressionen

Osterspuren

 

 

Ostern im Pfaffenwinkel April 2014


[ Zu Ostern 2012 waren Solange und ich mit dem Fahrrad von Weilheim über Rottenbuch bis nach Steingaden unterwegs 

http://auf-dem-weg2.chapso.de/osterspuren-april-2012-s256107.html ]


Diesmal gingen wir zu Fuß von Schongau südlich vom Hohenpeissenberg über Peiting nach Rottenbuch und weiter nach Böbing (Übernachtung). Am Ostermontag ging es dann über Peissenberg und Weilheim zurück.

Die vergrößerbare Karte lässt den Weg nachvollziehen unter

http://www.pfaffen-winkel.de/de/pilgern



Durch viele Tore sind wir gegangen: hier das Stadtmauertor zur Altstadt von Schongau.



Der Marktplatz war am Ostersonntagmorgen verwaist.



Dagegen war die Marienkirche überfüllt.



In der Ostersonntags-Predigt war die Rede vom freudigen und mutigen Aufbruch in ein neues Leben für jeden Einzelnen: der eigene Aufstieg aus einer traurigen, dunklen Lebens-Perspektive (entsprechend dem Grab am Karfreitag) ins volle, helle Leben mittels Glaube, Liebe und Hoffnung zu Ostern.

Welche Alternative: Leben oder Tod !


Solange und ich haben wieder nach Osterspuren gesucht wie 2012 entsprechend dem Gedicht von Reinhard Bäcker.


                  

 


Durch das Altstadttor gingen wir dann auch weiter nach Peiting.



Die Sonne schaffte Ihren Durchbruch am Morgen noch nicht.





Überall fanden wir Osterspuren, nicht nur ein paar Eier wie hier in Peiting.


 


 


Im Pfaffenwinkl gibt es viele Marterl
in dieser schönen Voralpenlandshaft.




 



café


Das ehemalige Augustiner Chorherrenstift fiel auch der Säkularisation von1803 zum Opfer. Die Klosterkirche ist ein beeindruckendes Beispiel barocker Baukunst.



Die Innenausstattung im Rokoko-Stil stammt von Franz Xaver Schmutzer (1713 - 75). Deckenstuck, Säulen und Figuren sind aus der Wessobrunner Schule.

http://www.pfaffen-winkel.de/de/ehem-klosterstiftskirche-rottenbuch-1

 




Die Fresken sind von Matthäus Günther (1705 - 1788) und stellen die Geschichte des Heiligen Augustinus dar.





Mehr darüber über den Link:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rottenbuch-Nef.JPG

 


Trotz der weiten Wanderung hierher hatten wir nach dem Erlebnis dieser Pracht ein erhebendes Gefühl.



Es war schon spät am Nachmittag, als wir im Kunstcafé am Tor nach einer Übernachtungsmöglichkeit im 4 km entfernten Böbing fragten. Der Wirt rief dort für uns an und machte uns gleich ein Quartier, sodass wir gemütlich den 6 km langen Wanderweg durch den Wald gehen konnten und nicht an der Straße.(eine menschliche Osterspur !)

http://www.kunstcafe-rottenbuch.de/cafe.html.

 


Wenn wir uns bei der ungenauen Beschilderung auf dem Prälatenweg (teilweise war es auch der König-Ludwig-Weg) nicht verlaufen hätten, wären wir durch dieses schöne Tor in Rottenbuch angekommen.



Nach Böbing führte der Weg wieder teilweise durch den Wald und wieder an einem Marterl vorbei.

Ständig musste Solange die Landkarte studieren.




Am sonnigen Ostermontagmorgen sah der hügelige Pfaffenwinkel noch schöner aus.







Ganz klar war die Luft nicht, sodass man die Alpenkette nur andeutungsweise sah.

Sonst kann man vom Granerhof die Zugspitze sehen.



Dieses Bild vom Eingangstor zum Granerhof stammt aus dem Jahr 2012 von unserer Fahrradtour. Es könnte das Tor zum Himmel (Porta Caeli) sein.



Christus am Kreuz ist in diesen zwei Jahren inzwischen von Rosen dicht umrankt.



Vor Peissenberg hatten wir nochmal ein Beispiel für eine üppig bunte oberbayerische Wiese.



Rolf stieg in Peissenberg in den Zug nach Weilheim und dann nach München; Solange lief an der Ammer weiter entlang bis Weilheim.

http://de.wikipedia.org/wiki/Weilheim_in_Oberbayern


Die wenigen Wanderer - es waren nicht mehr als fünf  an den beiden Tagen - fielen uns auf. Alle anderen - ausser den ebenfalls nur ein paar Radfahrern - waren wohl in ihren schnellen "Blechbüchsen" unterwegs und haben vom Frühlings-Wachstum in der Natur und von der österlichen Aufbruchstimmung nicht viel mitgrkriegt.





***

 



 


  Ostern am Chiemsee 2011

An diesem Ostern im April haben wir eine Fahrradtour rund um den Chiemsee unternommen und versucht, unsere Sinne für unsere Umgebung zu schärfen im Sinne des nachfolgenden Gedichtes:

Sinnlichkeit

 

Welche Farbe haben Deine roten Lippen

in einer blauen Stunde?

 

Welche Farbe spricht der raue Wind

wenn er durch Deine weichen Haare weht?

 

Welche Temperatur hat Deine warme Stimme

beim Sprechen kalter Worte?

 

Welchen Duft hat das blumige Parfum

das bleibt, wenn Du den kahlen Raum schon verlassen hast?

 

Welchen Geschmack haben Deine salzigen Tränen

getrocknet auf Deiner bittersüßen Haut?

 

Welche Tiefe hat eine alte Seele

in Deinem jungen, ungestümen Wesen?

 

Welchen Einfluss hat Dein siebter Sinn

in diesem einen Leben.

 

                                                                                        CruesiDotCom10.98

 

 


                         Ostern rund um das "Bayerische Meer"

Einmal um den Chiemsee in Ufernähe von Prien über Chieming, Seebruck und Gestadt wieder nach Prien sind ca. es 75 km.

         

  

An zwei Tagen hatten wir genügend Zeit, uns die früh vom Winterschlaf erwachende Natur gut anzuschauen.




Das Dorf Urschalling bei Prien liegt 80 m höher als der Chiemsee. Die flachen Uferwege gewohnt haben wir das Fahrrad den steilen Weg hinaufgeschoben.

                  

Dort gibt es eine schöne romanische Kirche aus dem 9. Jahrhundert (der Zwiebelturm kam wohl erst später hinzu).

          

Die noch relativ gut erhaltenen Fresken im Innern sind sehenswert.
Der Bauer nebenan sperrt auf, wenn man fragt.

  

         


Die Bauern vom Feld hatten am Sonntag ihr Erlebnis in der Kirche durch die Predigt und die Bilder an den Wänden. So verstanden sie die Botschaft von der Auferstehung Christi und damit von der Überwindung des Todes, wenn...

...wenn sie daran glaubten.
Das ist wunderbar dargestellt, wie das Kreuz Christi wie eine Maulsperre wirkt, daß der Tod nicht alle verschlingt. 

         

...wenn, ja wenn man daran glaubt, bekommt man das ewige Leben geschenkt, so wie auch hier auf dem späteren Holzschnitt dargestellt.



Im Hintergrund ist die Bergkette mit der Kampenwand und dem Hochfelln (beide um die 1.600 m hoch) im Dunst zu erkennen. 

   

Teilweise sind noch die Spuren des Winters zu erkennen. 



Teilweise gibt es schon eine überwältigende Blumenpracht.

  

             


                   
Die üppige bayerische "Lüftlmalerei" findet ihr Vorbild wohl in der Natur.

                 


            

Die schilfbewachsenen Buchten ähneln sich und sind doch immer wieder anders.

  










Die ruhigen, einsamen  Schilfbuchten sind vorwiegend auf der Ostseite bei Chieming zu finden.







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