Impressionen

Paris danach



Das Paris nach dem 13. November 2015 ist nicht mehr das gleiche Paris wie vorher.

Die gleichzeitigen Terroranschläge mit 130 Toten und über 200 Schwerverletzten seitens der Terrorbande IS haben diese Stadt der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ohne Zweifel schwer getroffen.

Trotzdem lassen sich ihre Bürger nicht ihre Werte nehmen.

 

Antoine Leiris aus Paris schreibt:

 

Meinen Hass habt ihr nicht“

 

Am Freitagabend habt ihr das Leben eines außergewöhnlichen Menschen geraubt.

Die Liebe meines Lebens, die Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass werdet ihr nicht haben.

Ich weiß nicht, wer ihr seid, und will es auch gar nicht wissen; ihr seid tote Seelen.

Wenn dieser Gott, für den ihr blind tötet, uns nach seinem Bild gemactht hat, dann wird jede Kugel im Leib meiner Frau eine Verwundung in seinem Herzen gewesen sein..

Aber nein, ich werde euch nicht dieses Geschenk machen, euch zu hassen. Ihr habt das wohl gesucht, aber dennoch: auf Hass mit Wut zu antworten, das hieße, derselben Ignoranz dass Feld zu überlassen, die aus euch gemacht hat, was ihr seid.

Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit misstrauischen Augen sehe, dass ich meine Freiheit für die Sicherheit opfere.

Verloren. Selbst der Spieler spielt noch.

Ich habe sie heute morgen gesehen. Endlich, nach Nächten und Tagen des Wartens.

Sie war genauso schön, wie sie es war, als sie an diesem Freitagabend weggegangen ist, genauso schön wie damals., als ich mich unsterblich in sie verliebte,vor mehr als zwölf Jahren.

Gewiss, ich bin schwer getroffen von Kummer. Diesen kleinen Sieg räume ich euch ein, aber er wird von kurzer Dauer sein.

Ich weiß, dass sie uns jeden Tag begleiten wird und ass wir uns in jenem Paradies der freien Seelen wieder finden werden, zu dem ihr niemals Zugang haben werdet..

Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen der Welt.

Ich kann übrigens keine Zeit mehr für euch aufwenden, ich muss zu Melvil, der aus seinem Mittagsschlaf erwacht.

Er ist gerade 17 Monate alt, er wird etwas essen, wie jeden Tag, dann werden wir spielen wie jeden Tag und für sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge euch das Ärgernis geben, glücklich und frei zu sein .

Denn nein, auch seinen Hass werdet ihr nicht haben.“


Antoine Leiris, französicher Journalist, ist der Ehemann eines Opfers der Terroranschläge in Paris vom 13. November 2015. Sein bewegender Brief ist auf Facebook innerhalb weniger Tage 200.000 mal geteilt worden. Die Übersetzung ist von Stefan Rambacher.


 

Da kann man seinem Sohn Melvil und seiner stolzen Heimatstadt nur zurufen Vivat, Crescat, Floreat !


Solange hat mir ihre Geburtstadt gezeigt:

Impressionen dieser vitalen Straßen und Plätze, hier gezeigt mit der Hintergrundmusik von "Ein Amerikaner in Paris"

https://youtu.be/xB37Fw-mT48

"Ein Amerikaner in Paris" ist eine musikalische Hommage des amerikanischen
Komponisten George Gershwin an die Stadt der Liebe, die Kapitale der Haute Cuisine, die Metropole der Mode sowie die Stadt der Kunst und der Museen.



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